Die schönsten Strände und Buchten Mallorcas
Mallorca hat über 260 Strände und Buchten, und sie unterscheiden sich stärker voneinander, als es die Bilder vermuten lassen. Die eigentliche Frage bei der Auswahl lautet selten, welcher der schönste ist, sondern welcher zur eigenen Reisegruppe und zur Lage der Unterkunft passt.
Kurz zusammengefasst
Mallorcas Küste teilt sich in drei Typen: lange Sandstrände im Norden und Süden, schmale Felsbuchten im Südosten und schwer zugängliche Kiesbuchten im Tramuntana-Gebirge. Welcher Typ der richtige ist, hängt vom Alter der Kinder, der Windrichtung und der Bereitschaft ab, für einen Zugang zu laufen.
Welche Strandtypen gibt es auf Mallorca?
Die Küste der Insel ist geologisch dreigeteilt, und daraus ergeben sich drei sehr verschiedene Badeerlebnisse.
Im Norden und Süden liegen die großen Sandbuchten. Playa de Muro, der Strand von Alcúdia und die Playa de Palma fallen flach ab und sind über Kilometer sandig. Sie sind erschlossen, haben Parkplätze, Duschen und Gastronomie.
Im Südosten dominieren die Calas, schmale Einschnitte im Kalkstein mit türkisem Wasser und Pinien an den Flanken. Sie sind klein, oft nur wenige Dutzend Meter breit, und im Sommer schnell voll.
An der Nordwestküste im Bereich der Tramuntana gibt es fast nur Kies- und Felsbuchten. Sie sind schwerer erreichbar, dafür deutlich leerer. Cala Deià und Cala Tuent gehören dazu.
Übersicht nach Reisegruppe
| Strand | Region | Typ | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Playa de Muro | Norden | Sand, sehr flach | Kleinkinder |
| Es Trenc | Süden | Sand, naturbelassen | Alle, wenig Schatten |
| Cala Mondragó | Südosten | Bucht im Naturpark | Familien |
| Caló des Moro | Südosten | Kleine Felsbucht | Frühaufsteher |
| Cala Tuent | Tramuntana | Kies, ruhig | Ruhesuchende |
| Formentor | Norden | Sand mit Pinien | Schattensuchende |
Welcher Strand passt zu welchem Alter?
Für Kinder unter sechs Jahren ist der Norden praktisch alternativlos. Playa de Muro und der Strand von Alcúdia fallen so flach ab, dass Kinder weit hinauslaufen können. Beide haben Parkplätze und Gastronomie in Gehweite.
Für Kinder ab dem Grundschulalter werden die Calas des Südostens interessanter. Zum Schnorcheln, Klettern und Springen bieten sie mehr als ein langer Sandstrand, und die Wassertiefe ist dann kein Nachteil mehr.
Für Paare und Gäste ohne Kinder lohnen sich die Buchten der Nordwestküste. Sie verlangen einen Fußweg und bieten wenig Infrastruktur, dafür ist man dort auch im Juli nicht allein, aber eben auch nicht zu zweihundert.
Aus der Praxis
Der begrenzende Faktor an Mallorcas bekannten Buchten ist fast immer der Parkplatz, nicht der Strand selbst. Bei Caló des Moro und Cala s'Almunia sind die wenigen Stellplätze an Sommertagen vor neun Uhr belegt, danach wird im Ort geparkt und 15 bis 20 Minuten gelaufen. Wer eine Unterkunft im Südosten wählt, sollte die Buchten in Fahrradreichweite prüfen.
Welche Rolle spielt der Wind?
Der Wind ist der am meisten unterschätzte Faktor bei der Strandwahl. Mallorca liegt im Einflussbereich des Nordwinds, der dem Tramuntana-Gebirge seinen Namen gegeben hat.
Weht es aus Nord, ist die gesamte Nordküste unruhig, während der Südosten geschützt liegt. Bei Südwind kehrt sich das um. Wer flexibel ist und beide Küsten in erreichbarer Nähe hat, findet fast immer eine ruhige Seite.
Praktisch heißt das: Eine Unterkunft im Landesinneren zwischen beiden Küsten bietet bei wechselhaftem Wetter mehr Auswahl als eine direkt am Strand.
Das Wichtigste in Kürze
Norden für kleine Kinder, Südosten für ältere Kinder und Schnorcheln, Tramuntana für Ruhe. Der Parkplatz ist meist der Engpass, nicht der Strand. Bei Nordwind auf den Südosten ausweichen und umgekehrt.
Was ist bei Naturstränden zu beachten?
Es Trenc im Süden ist der bekannteste naturbelassene Strand der Insel. Er liegt in einem Schutzgebiet, hat keine durchgehende Bebauung und entsprechend wenig Schatten. Sonnenschirm und Wasser gehören dort zur Grundausstattung.
Auch der Naturpark Mondragó im Südosten steht unter Schutz. Die Zufahrt ist begrenzt, und in der Hochsaison füllen sich die Parkflächen früh.
Häufige Fragen
Welcher Strand auf Mallorca ist der schönste?
Das hängt vom Typ ab. Für Sand und flaches Wasser gilt Playa de Muro als Referenz, für Buchtenlandschaft Caló des Moro, für Naturbelassenheit Es Trenc.
Welche Strände eignen sich für Kleinkinder?
Playa de Muro, der Strand von Alcúdia und Cala Mondragó. Alle drei fallen flach ab und haben Infrastruktur in der Nähe.
Wo ist es am wenigsten voll?
An den Kiesbuchten der Nordwestküste wie Cala Tuent sowie an den kleineren Buchten zwischen Portocolom und Cala Mandia.
Muss man für Strände Eintritt zahlen?
Nein, die Strände sind öffentlich zugänglich. Kosten entstehen für Parkplätze, Liegen und Sonnenschirme.
Fazit
Die Strandwahl auf Mallorca folgt drei Fragen: Wie alt sind die Kinder, aus welcher Richtung weht es, und wie weit will man laufen. Wer diese drei Punkte klärt, kommt schneller zu einer passenden Bucht als über jede Bestenliste. Die Lage der Unterkunft entscheidet dabei mit, welche Strände realistisch täglich erreichbar sind.
Eine Übersicht über Villen und Fincas auf Mallorca finden Sie in unserem Objektbereich.
Quellen und weiterführende Literatur
- Illes Balears Travel: Offizielles Tourismusportal der Balearen, Strände und Buchten
- Balearische Landesregierung: Naturpark Mondragó und Schutzgebiet Es Trenc
- UNESCO World Heritage Centre: Cultural Landscape of the Serra de Tramuntana
